Ein paar Worte zum Anfang

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Illustration: Hannah Krüger

Moin! Wir sind der Koboldt. Der Ko-Was? Na der Koboldt halt! Der echte, einzig wahre, frische und knackige Schulblog des Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Greifswald (natürlich aus lokalem Bio-Anbau). Hier auf unserer Webseite findet ihr regelmäßig Beiträge rund um das Thema Schule, Alltag, Zeug von gestern, heute und morgen. Wir sind ein Projektkurs, welcher derzeit noch aus Schülern der 11. und 12. Klasse besteht. Unsere Redaktion ist in verschiedene Zuständigkeitsbereiche unterteilt. Die Chefredakteure sind für die Organisation, das Lektorat der Texte und den Kontakt mit Außenstehenden zuständig, unser Social Media und Online Team für unsere Präsenz in den sozialen Medien und die Betreuung der Webseite. Damit unsere Artikel auch gut bebildert werden und wir adäquat auftreten, haben wir auch jemanden, der sich um die Illustration und das Design kümmert. Und zu guter Letzt und eigentlich am wichtigsten sind unsere Redakteure. Sie verfassen (fast) all unsere Artikel und sorgen dafür, dass ihr immer was neues zu lesen habt. Wir freuen uns darauf im kommenden Schuljahr auch Schüler aus den anderen Klassenstufen in die Redaktion aufzunehmen. Also wenn ihr meint, dass ihr gerne eine der genannten Aufgaben übernehmen wollt oder auch was Neues zu unserem Team beitragen wollt, habt ihr im nächsten Jahr die Möglichkeit dazu. Wenn ihr Anregungen, Ideen oder Kritik habt, meldet euch gerne bei uns per E-Mail (redaktion@koboldt-greifswald.de) oder sprecht uns auf dem Schulhof einfach an. Aber bitte habt etwas Nachsicht, wir sind in dieser ganzen Sache auch noch neu. Bis dahin…

Tüdelü — Theo Steinbrückner, Chefredakteur

Die American Drama Group spielt „The Wave“

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Die Welle (engl. „The Wave“) ist ein Roman aus dem Jahr 1981 von Morton Rhue, der die Ereignisse an einer Highschool in einer US-amerikanischen Kleinstadt beschreibt. Die deutsche Übersetzung von Hans-Georg Noack erschien 1984. Auf der ganzen Welt erregte das Buch großes Aufsehen und Ansehen. Es handelt von dem Geschichtslehrer Ben Ross, der anhand eines Experiments mit seinen Schülern die Entstehung des Nationalsozialismus dokumentiert. In seiner Geschichtsstunde möchte Mr. Ross mit seinen Schülern das Thema des Nationalsozialismus besprechen. Die Schüler sind danach so schockiert und meinen sowas könne nie wieder passieren. Anhand kleiner Aufgaben, wie aufrechtem Sitzen oder Stillsein, flößt er seinen Schülern ein, auf seine Befehle zu hören. Die Schüler, darunter der Klassenschwächste Robert Billings, sind begeistert und machen alle mit. Es gibt einen neuen Gruß und Symbol, eine Welle. Wieder ist David begeistert von dem Gemeinschaftsgefühl und stellt die Welle seinen Kameraden aus der Footballmannschaft vor, sodass sich die Welle über den Klassenraum hinweg ausbreitet. Vor allem Robert findet sich in der Organisation wieder und handelt strikt nach den vorgeschriebenen Regeln. Er wird sogar der Leibwächter von Ben Ross. Lauries Zweifel wachsen, ob der Versuch eine gute Idee war und versucht mit David darüber zu sprechen. Dieser jedoch glaubt fest an die Ideen der Welle und lässt sich von Laurie nicht eines Besseren belehren. Am Abend erfährt sie von ihrem Vater, dass nach der Versammlung ein Junge, der außerdem ein Jude ist, zusammengeschlagen wurde, weil er sich kritisch gegenüber der Organisation geäußert hat. Einen Tag später gibt es die finale Versammlung. Ben Ross stellt sich an das Rednerpult und kündigt den Führer an. Alle sind erstaunt und es herrscht die Meinung, dass man doch bereits einen Führer, Ben Ross, hat. Doch in dem Moment öffnen sich die Vorhänge und es erscheint ein Bild von Adolf Hitler. Alle sind verstört und Mr. Ross erklärt anhand der Ereignisse der letzten Tage das Verhalten der Menschen im Dritten Reich. Der Lehrer zieht einen Vergleich zwischen seinem Experiment und der Hitlerjugend. 

Die American Drama Group Europe spielte am Donnerstag den 21.10.2021 um 9:00 & 11:00 Uhr im Großen Haus des Greifswalder Theaters. Sie interpretierten die gesamte Geschichte mit nur fünf Schauspielern und einigen Holzboxen. Bühnenumbauten wurden mit musikalischen Gesangseinlagen überspielt und Bühnenbilder oft ohne Hilfsmittel erklärt. Für Schüler ist das Stück interessanter als viele andere Zwangsveranstaltungen. Englisch wird spielerisch eingeprägt. Ein gelungene Abwechslung zum Schulalltag.

Klimawandel tötet Tiere

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Wir alle kennen das Problem mit dem Klimawandel, aber weißt du auch, wie sich Tiere in dieser schwierigen Situation fühlen? Lass uns doch einmal darüber nachdenken…

Das wohl bekannteste Tier, welches mit dem Klimawandel zu kämpfen hat, ist der Eisbär. Von Jahr zu Jahr werden die Pole unserer Erde wärmer und wärmer, doch der Eisbär braucht das Packeis, um Robben zu jagen und allgemein die Kälte, um sich wohl zu fühlen.      

Ein anderes Tier, das durch das Klima gefährdet ist, ist der Schneeleopard. Durch die Erderwärmung rückt das Schneegebiet, wo keine Bäume wachsen, immer höher in die Berge, da es dort kälter ist.  Jedoch hält sich der Leopard nicht in den höheren Gebirgen auf, wohin der Schnee sich verschiebt. Aufgrund dieser Verschiebung verändert sich auch das Wirtschaftsgebiet und die Herden der Schafe und anderem Vieh weiter nach oben. So treffen die Schneeleoparden auf die Nutztiere und den Menschen, diese werden angegriffen, was natürlich wirtschaftliche Folgen hat. Daraus folgt die Vertreibung der Leoparden oder gar die Jagd. Doch diese wissen irgendwann nicht mehr wohin, wenn ihr Gebiet so stark begrenzt wird

Machen wir weiter mit dem Panda. Seine Population steigt laut Forschern zwar schon wieder, jedoch sind wir noch nicht bei dem Punkt angekommen, wo wir sagen könnten: „Ok! Wir haben es im Griff, wir haben ihre Existenz fürs erste gerettet“, da sich Pandas zu 99% von Bambus ernähren und die Wälder sehr stark zurückgehen, ist es momentan schwierig, das zu erreichen. Auch das lässt sich auf den Klimawandel zurückführen.

Das letzte stark gefährdete Tier durch den Klimawandel, welches ich euch hier vorstellen will, ist die Meeresschildkröte. Bei ihr ist es nämlich so, dass das Geschlecht der Brut von der Temperatur abhängt. Ist es warm, so entstehen eher Weibchen, der Temperaturunterschied zur Entstehung der Männchen sind nur ein paar Grad. Da es jedoch zur Zeit der Eiablage mittlerweile schon sehr warm ist, bzw. wärmer als der Durchschnittswert noch vor einigen Jahren war, kommen immer weniger Männchen zur Welt. Dies bedeutet wiederum, dass die Fortpflanzung erheblich sinkt…

Findest du nicht auch erstaunlich, was der Mensch sich und seiner Umwelt durch die Nutzung fossiler Brennstoffe, Abholzung von Wäldern und Viehzucht antut?

Doch was kannst du als ganz normaler Mensch und Mitbürger dieser Gesellschaft dagegen tun?

Eine Studie fand heraus, dass die Verschwendung von Lebensmitteln den Klimawandel anheizt. Also versucht so wenig Lebensmittel wie möglich wegzuschmeißen. Ebenso ist bekannt, dass Plastik sehr umweltschädigend ist, da es biologisch nicht abbaubar ist… Und denkt auch hierbei an all die Meerestiere und auch Landtiere, die das Plastik finden und es versuchen zu fressen und sich darin verfangen und nicht mehr frei kommen. Versucht auch hier Alternativen im Alltag zu finden. Man könnte außerdem viele Produkte einfach mehrfach benutzen, anstatt es wegzuschmeißen und neu zu kaufen, da die Produktion sehr viel Energie kostet und sehr viel CO² ausgestoßen wird.

Einige Lösungsvorschläge sind:

  • Bio-Produkte statt Produkte mit Kunstdünger und Pestizide
  • Strom nicht verschwenden, sondern sparen, z. B. Steckdose ausschalten, Ladegeräte nicht stecken lassen
  • regional und saisonal einkaufen
  • mehr öffentliche Verkehrsmittel nutzen/Fahrrad/zu Fuß
  • LED-Glühbirnen nutzen  
  • weniger Fleisch essen
  • Einkaufstaschen wiederverwenden

Es gibt noch viele, viele weitere Dinge die man beachten könnte, doch dann wäre dies wahrscheinlich ein 100 Seiten langer Bericht darüber, was Menschen gegen den Klimawandel unternehmen könnten.

Das alles funktioniert natürlich nicht wenn das nur einer von diesem Planeten macht… Doch irgendwo muss man anfangen, denke ich.

Also wenn euch die ganzen armen, unschuldigen Tiere auch so leidtun, dann zeigt es auch und beginnt, etwas nachhaltiger zu leben, damit helft ihr nicht nur Tieren sondern auch uns Menschen.

Teilt diese Infos gerne mit eurer Familie und euren Freunden und mit den ganzen Tierliebhabern, die ihr kennt, um an das Wohlbefinden aller Lebewesen einen Schritt näher heran zu kommen.

(Bildquelle: Canva)

Wespen übernehmen Schule?

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Nichtsahnend gehe ich in der Pause über den Schulhof und ich habe mir meinen leckeren Schokoriegel mitgenommen. Ich mache ihn auf und schon kommen sie alle zu mir: Wespen

Neue Wespenplage

Auf dem Schulhof und in Umgebung des Alexander-von-Humboldt Gymnasiums in Greifswald werden immer häufiger Wespen in besonders großer Anzahl gesehen. Auch der Unterricht in den Klassen- und Fachräumen wird oft gestört, da die Wespen einfach durch die Fenster fliegen.

Alte Wespenplage

Es gab bereits vor wenigen Jahren an der Schule eine Wespenplage. Es stellte sich heraus, dass diese durch ein Insektenhotel in der Nähe einen Platz zum Nisten gefunden hatten. Das Insektenhotel wurde daraufhin entfernt und der Schulalltag für Schüler und Lehrer wurde wieder wie gewohnt.

Meinung von Schülern

Schüler können durch viele Wespen nicht mehr normal ihre zustehende Pause genießen. Bei Genuss von Obst, Gemüse, oder Süßspeisen kommt es schnell mal dazu, dass die Schüler, beziehungsweise das Essen der Schüler, den Wespen zum Opfer fällt. Es kann sogar vorkommen, dass die Wespen gezielt die Schüler ansteuern. Eine Begründung dafür ist, dass die Larven der Wespen in der späteren Entwicklung besonders viele Eiweiße benötigen. Darum tendieren die Wespen bei der Nahrungssuche zu Fleisch und Wurst.

Angst vor Wespen

Die ganze Sache verschlimmert sich, da einige Schüler Panik bei Wespen bekommen. In der Regel macht dieses Verhalten die Wespen erst richtig aggressiv. Normalerweise meiden sie Kontakt zu uns, aber durch panisches „Herumfuchteln“ und schnelle Bewegungen von manchen Schülern wird die Stechgefahr enorm erhöht. Für Menschen ist so ein Stich vielleicht eine nervige und schmerzvolle Sache, aber im Normalfall nie tödlich. Ein Wespenstich kann nur in zwei Fällen ohne schnelles Handeln tödlich enden: Eine Möglichkeit ist, eine Allergie gegen das Gift der Wespen zu haben. Tatsächlich hat bis zu 26,5% der Allgemeinbevölkerung eine solche Allergie. Der zweite Fall ist, eine Wespe zu verschlucken und im Bereich des Rachens oder der Speiseröhre gestochen zu werden.

Ich sollte mich trotzdem nicht von den Wespen stören lassen und einfach einen anderen Platz suchen und beten: Hoffentlich verfolgen sie mich nicht! Den Schokoriegel werde ich jedenfalls verteidigen.

Quellen:

Häufigkeit | Bienen- und Wespenstichallergie | Allum

Aggressive Wespen: Deshalb fliegen Wespen immer ins Gesicht – CHIP

Umgang mit Wespen und Hornissen: Kein Grund zur Panik – NABU

Heißer (Transfer-)Sommer

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Dass Spieler mittlerweile öfter wechseln, als sie ihre Steuererklärung machen, ist kein Geheimnis mehr. So gab es auch dieses Jahr kleine, große, aber vor allem viele Transfers.

Die wichtigsten und interessantesten kurz zusammengefasst:

Dass wohl Besonderste ist der Wechsel des Messias von Barcelona. Ja der Vater hat das Kind verlassen und dieses scheint schwer betroffen. Denn auch Sorgenkind Griezmann hat zum glücklich werden die Zeit zurückgedreht. Auch Messi‘s wahrscheinlich einziger Konkurrent um den Spieler des Jahrtausends wechselte von der alten Dame zur alten Liebe.

Ohne CR7 scheint auch die Großmacht aus Turin gefallen. Nutzen aber tut Inter das nicht. Nach dem Erhalt des Scudetto verließ Topstürmer Lukaku die Mailänder gen Chelsea.

Der teuerste Gaul steht diesen Sommer aber in Manchester, denn die „sky blues“ haben schlappe 117 Millionen für einen mittelmäßigen Jack Grealish auf den Tisch gelegt. Dass alles war nur ein Teil der Milliarden, die alle 6 Monate über die Theke wandern.

An ein Ende des Geldwahnsinns ist nicht zu denken, aber wie Matthäus schon sagte: „wäre wäre Fahrradkette“.

Ankündigung/Aufruf: JUNIORWAHLEN 2021

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Die Juniorwahlen, welche am Montag (13.9.) und Freitag (17.9.) in deutschen Schulen stattfinden, sorgen auch an unserer Schule für Spannung und Aufregung. Aber was sind überhaupt die JUNIORWAHLEN?

Bei dem Ganzen geht es darum, zu ermitteln, was uns, den Schülerinnen und Schülern der 5. bis 12. Klasse für Parteien am Herzen liegen. Wir wählen also, genau wie die Erwachsenen, einen Kandidaten und eine Partei. Alle wahlberechtigten Schüler haben dafür bereits einen Wahlbenachrichtigung erhalten und freuen sich brennend darauf, ihre Meinung mit der Welt zu teilen.

Über die Parteien und deren Ziele könnt ihr euch zusätzlich, z. B. online mit dem Wahl-O-Mat (https://www.wahl-o-mat.de) informieren.

WANN und WO? ACHTUNG ÄNDERUNG!
Klasse 5/6/7/8 wählt am Montag, 13.9. in den Pausen
Klasse 9/10/11/12 wählt am Freitag, 17.9. in den Pausen

Erscheint zahlreich, denkt an die Wahlbenachrichtung, euren Schüler- oder Busausweis und an das Tragen eines Mundschutzes.

Posie überströmt unser Humboldtgymnasium

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Von Isabel, Maureen und Felix

„Niemand allein schafft, unsere Gemeinschaft“, dies sind die Worte aus einem Poetry Slam von Bas Böttcher. Zum 30-jährigen Jubiläum des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums trat er in unserer Schule vor den Klassen 9 bis 12 auf. Mit Slams wie beispielsweise „Von Wegen“ oder „Doppelte Wörter“ unterhielt er sein Publikum, das Gedichte meist nur aus dem Deutschunterricht kennt. Für alle, die nicht wissen, wer Bas Böttcher genau ist: Er ist seit den 90er Jahren ein sehr bekannter Poetry Slammer, welcher unter anderem die ersten deutschen Poetry-Slam-Meisterschaften gewann.

Aber was genau sind Poetry Slams eigentlich? Ein Poetry Slam ist ein literarischer Wettkampf, bei dem verschiedene Slammer mit selbstverfassten Texten gegeneinander antreten. Das Publikum und die Jury bestimmen am Ende durch ihren Applaus und ihre Punktzahl den/die Gewinner/in. Die deutschsprachige Poetry-Slam-Szene gilt dabei als eine der größten der Welt.

In einem Interview nach seinem Auftritt erzählte uns Bas Böttcher, dass er  in der Schule noch nicht so viel von der deutschen Sprache gehalten hat, sondern eher Gefallen an der englischen fand. Dadurch begann er sich jedoch für Shakespeare zu interessieren und kam so zur Lyrik. Bis heute fasziniert ihn Shakespeare und auch Songtexte (engl. lyrics), beide waren ein wichtiger Teil auf dem Weg seiner Karriere. Durch seine Familie, die dreisprachig ist, bekommt er außerdem ein gutes Sprachgefühl. Zusätzlich inspirieren ihn Kinder bei der Wortfindung und er wird stark durch sie beeinflusst. Bei seinen Slams benutzt er öfter mehrdeutige Wörter, Alliterationen und gegensätzliche Wortkombinationen. Aufgrund seines einprägsamen Stils, erfüllte Bas Böttcher bereits Schreibaufträge, z. B. für die Agentur für Arbeit und viele mehr.

Das Lampenfieber ist für ihn heutzutage kein Problem mehr und er erzählte uns, dass man die Angst und Nervosität in etwas Positives umwandeln sollte.  Ein kleiner Tipp von Bas Böttcher: „Geht einfach zuerst auf die Bühne, dann entwickelt ihr gar nicht erst so viel Lampenfieber und dazu kommt, dass ihr euch nicht mit den vorherigen Ergebnissen vergleichen könnt.“

Bas Böttcher war ein sehr ausdrucksstarker Mann, der uns zeigte, dass Gedichte auch aktuelle Themen behandeln und es Spaß macht, sich immer wieder mit Sprache du deren Besonderheiten auseinanderszusetzen.

„Ich muss mal meinen Spickzettel aus der Tasche holen. Ich kann mir meine Texte merken, aber nicht welche Texte ich auswendig kann.“

Der anschließende Workshop bei Bas Böttcher begann mit Applaus. Vorher könne man nicht beginnen. „Das ist wie eine 1 in der Schule, obwohl man noch gar nichts getan hat.“ Die Teilnehmer entwickelten mit ihm zusammen ein Schaubild. Erklärt wurden seine Ausführungen anhand von Texten, die Bas auch während seines Auftrittes zum Besten gab.
Beendet wurde die Runde mit unserer eigenen Kreativität. Wir durften eigene Texte schreiben und vortragen.

Alles in allem, war es eine beeindruckende Aufführung, spannende Workshops und inspirierend für alle Zuhörer und Mitmacher. Oder wie Bas Böttcher sagen würde:

„Ich mach‘ jetzt mal `nen Schlussstrich.“

Bas‘ Auftritt wurde vom Literaturhaus Rostock und dem von der Robert-Bosch-Stiftung finanzierten Weltenschreiber-Projekt gefördert.

HANSA ROSTOCK IST WIEDER ZWEITKLASSIG

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Vor rund 7500 Zuschauern schaffen es die Hanseaten also nach neun Jahren dritter Liga doch: Der Aufstieg ist geglückt.

Gegen den VfB Lübeck reichte am Ende ein 1:1 Unentschieden. Die Freude in Rostock und Mecklenburg-Vorpommern ist groß.

Die Mannschaft von Jens Härtel feierte den Aufstieg im Ostseestadion ausgiebig und auch vor dem Stadion ließen die Fans dem Jubel freien Lauf.

Doch leider machte die Fanszene von Rostock auch wieder durch negative Schlagzeilen auf sich aufmerksam. So wurde unter anderem Pyrotechnik vor dem Stadion und in der Innenstadt gezündet und ein Gabelstapler wurde aus dem Stadion entwendet.

Um den Verein zu zitieren: „Das ist der letzte Scheiß“.

Ebenfalls aufgestiegen ist der Rivale und ebenfalls aus dem Osten stammender Club Dynamo Dresden.

Möglicherweise kommt Ingolstadt durch die Relegation auch noch mit in die Zweite Liga – doch dort muss man auf die Relegation abwarten.

Die Zweite Liga 2021/22 bringt ordentlich Spannung mit, es bleibt also nichts anderes übrig als weiter unsere Hanseaten zu unterstützen.

Aufgepasst! Neue Koboldte gesucht!

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Gar nicht mehr lange und das Schuljahr ist schon wieder vorbei. Die Abiturprüfungen für unsere Klasse 12 haben begonnen und das heißt für uns, Abschied nehmen von kreativen und schreibinteressierten Köpfen unseres Koboldt-Teams. Doch können deren Plätze natürlich nicht leer bleiben und deshalb seid ihr jetzt gefragt.

Habt ihr Lust kreative, inspirierende, zum Nachdenken anregende Artikel zu verfassen oder uns mit neuen Ideen für den Instagram-Account zu unterstützen? Wöchentlich halten wir Absprachen und fragen uns gegenseitig ab, ob Fragen oder Probleme während der Recherche aufgetreten sind. Unsere Chefredakteure Maureen und Max und Frau Küntzel als Unterstützung, behalten den Überblick über unser gesamtes Projekt und achten darauf, dass jeder Beitrag lektoriert wurde und anschließend veröffentlicht wird. Wir anderen Teilnehmer sind die, die sich in jeder kreativen Art ausüben. 🙂 Ganz gleich ob es ein Interview zu führen, einen Podcast aufzunehmen und diesen zu schneiden oder einen Instagrambeitrag zu designen ist. Wer schon vorab weiß, dass es ihm nicht liegt einen guten Text zu schreiben- Unsinn, hier können alle herkommen und zusammen helfen wir uns, jede umgesetzte Idee online zu stellen. Wer immer noch sagt, dass ist nichts für ihn, nicht vergessen, wir haben einen Account bei Instagram und einen Online-Schulblog.

Wer lieber mit der Technik und dem Internet arbeitet, verknüpft sich hier mit unseren Profis Paul, Phillip und Justus und zusammen kümmert ihr euch um die Abläufe des Hochladens unserer Arbeiten und vieles mehr. Immerhin wollen wir doch immer aktiv im Netz bleiben:)) Ideen und Inspirationen sind das, was wir hier suchen. Neue Mitglieder bringen einen frischen Wind mit herein. Also falls ihr Lust habt, meldet euch für unseren Wahlpflichtkurs Journalistisches Schreiben. Es macht unglaublich viel Spaß, eigene Interessenfelder schriftlich festzuhalten und diese im Anschluss mit allen teilen zu können. Wir suchen einen stellvertretenden Chefredakteur, der Max ersetzen wird, der beiden anderen mit unter die Arme greift und ein gutes organisiertes Auge hat.

Los, kommt in unser Team und werdet ein Mitglied dessen.

Was ist los in der Stadt?

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Nachdem ich vor kurzem mal wieder durch die Innenstadt Greifswalds gegangen bin, habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht, was man eigentlich in Greifswald so an Aktivitäten machen kann. Schnell viel mir auf, dass die Möglichkeiten in Greifswald gar nicht so beschränkt sind.

Von daher habe ich mir gedacht, dass ich eine Liste zusammenstellen kann, mit Dingen die man in dieser tollen Stadt machen kann.

Die Universitäts-und Hansestadt liegt an dem in die Ostsee mündenden Fluss Ryck am Greifswalder Bodden zwischen den Inseln Rügen und Usedom. Nah am Wasser? Wie toll! Das gibt die perfekte Möglichkeit im Sommer an warmen Tagen, die Zeit an dem See zu verbringen. Man kann dort baden gehen, oder einfach am Strand die warmen Sonnenstrahlen genießen.

Oh, und nicht zu vergessen: Die Universität lockt viele junge Leute in die Stadt. Diese kommen nach Greifswald für ein Studium, finden einen Job und beginnen hier vielleicht auch ihre Familienplanung.

Doch Greifswald ist nicht nur geprägt von Strand, Wasser und Uni, denn auch die Innenstadt beheimatet vielerlei Angebote.

Zum einen gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Sportvereinen in den unterschiedlichsten Sportarten. Von Fußball, über Volleyball bis hin zum Ringen ist für die meisten etwas dabei.

Es gibt für die Talentierten in der Musikbranche ebenfalls Musikschulen, für Liebhaber der Kunst gibt es Kunstwerkstätten.

Ebenfalls gibt es ein breitgefächertes Angebot an spaßigen Freizeitaktivitäten. Um nur einige zu nennen: eine Lasertag-Arena, einen Escape-Room, Bowlinghallen und weiteres.

Hoffen wir mal, dass wir diese Angebot auch in naher Zukunft wieder nutzen können.

Bleibt gesund,

Max

Im Lehrerporträt: Frau Bahls

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Illustration: Hannah Krüger.

ALS LEHRER BIN ICH BEMÜHT, SO VIEL OBJEKTIVITÄT, WIE ES NUR MÖGLICH IST, IN DAS GANZE UNTERRICHTSGESCHEHEN ZU BRINGEN, SODASS SCHÜLER MEINE BEWERTUNGEN IMMER NACHVOLLZIEHEN KÖNNEN.

– Frau Bahls

Der Koboldt (dK): Könnten Sie sich zum Einstieg vorstellen und selber als Lehrer beschreiben?

Frau Bahls (Fr.B): Das ist einfach und schwer zugleich. Ich bin natürlich ein Sprachenlehrer und ticke ganz anders als beispielsweise Mathelehrer, weil Dinge sprachlich anders gefasst werden, das heißt nicht ganz so […] kurz und knapp, sondern ein wenig weitschweifiger. Ich versuche, konzentriert und auf den Punkt kommend zu arbeiten. Als Lehrer bin ich bemüht, so viel Objektivität, wie es nur möglich ist, in das ganze Unterrichtsgeschehen zu bringen, sodass Schüler meine Bewertungen immer nachvollziehen können. Und ansonsten habe ich nach wie vor Lust an der Sprache.

dK: Welche Sprachen sprechen Sie denn eigentlich?

Fr.B: Gelernt habe ich als erste Fremdsprache Russisch, was ich auch ganz gut verstehe, und wo ich die Grundgrammatik kenne. Ich habe auch festgestellt, dass man damit sehr viel Polnisch verstehen kann — gewollt oder ungewollt. Fließend spreche ich Französisch und Italienisch, wobei mein Italienisch noch etwas  besser ist als Französisch. Interessant finde ich, dass ich durch das Italienische sogar herausbekommen kann, worüber sich Rumänen unterhalten. Lesen könnte ich Rumänisch nicht (zu viele Sonderzeichen). Zur Überraschung der Englischlehrer kann ich auch passabel Englisch sprechen. Das habe ich tatsächlich ein Jahr lang studiert, sodass ich in der Phonetik ziemlich gut bin. Aber Englisch ist nicht mein Ding, ich betrachte es eher als eine Hilfssprache.

dK: Wie sieht Ihr Lehreralltag aus?

Fr.B: Mein Alltag besteht im frühen Aufstehen, weil ich seit 20 Jahren fast immer zur ersten Stunde habe. Dann natürlich im Unterrichten. Ich habe bis zu 80% Französischunterricht, und der Rest ist ein bisschen Deutsch und ein bisschen Italienisch. Unterrichten ist das eine, Korrigieren das andere. Das frisst viel Zeit, und mögen tue ich es nicht — es muss aber sein. 

dK: Und was machen Sie in ihrer Freizeit, wenn sie keine Arbeiten korrigieren?

Fr.B: Das ist ja keine Freizeit, sondern Arbeit. Freizeit besteht aus Folgendem: Wir haben einen großen Garten, da kann man sich abarbeiten. Dann habe ich ein altes Hobby von mir wieder aufleben lassen, und zwar das Nähen. Des Weiteren Glasperlen drehen, was sehr beruhigend und sehr kreativ ist. Man kann sozusagen der Schöpfung zugucken, wie sie sich formt. Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich wahrscheinlich auch den Stift in die Hand nehmen und zeichnen. Was meine Kollegen wahrscheinlich bei mir eher vermuten würden, wäre kochen. Daran habe ich auch viel Spaß, weil es ein kreativer Prozess ist. 

dK: Das heißt, Sie haben Spaß an kreativen Tätigkeiten?

Fr.B: Ja, unbedingt.

dK: Das passt ja auch gut zu Ihrem Interesse an Sprache. Hatten Sie denn in der Schule ein Lieblingsfach?

Fr.B: Ganz schwierig. Also ich sag mal so: Lieblingsfächer sind auch verbunden mit Lieblingslehrern und da hatte ich bis zur zehnten Klasse tatsächlich einen sehr witzigen und sehr eloquenten Deutschlehrer.

dK: Da fügt sich meine nächste Frage gleich an. Nämlich, ob es einen Lehrer in Ihrem Leben gab, der einen bestimmten Einfluss auf Sie hatte?

Fr.B: Da gab es zwei Lehrer: Zum einen der oben genannte Deutschlehrer, der gleichzeitig unser Klassenlehrer war. Wir waren eine recht unbändige Klasse; zwei Drittel Jungs und ein Drittel Mädchen. Dadurch gab es natürlich vorgefasste Meinungen, wie die Klasse ist. Zuvor hatten wir vor allem Klassenlehrer, die sich nicht gut durchsetzen konnten, aber dieser hat tatsächlich „Zucht und Ordnung” hineingebracht. Dennoch war er nie verletzend, sondern in seiner Strenge sehr direkt, und so hatten wir als Schüler viel Spaß. Zum anderen hatten wir in der siebten Klasse einen Französischlehrer, der von mir angetan war, weil ich schneller als die anderen war. Deshalb gab er mir Zusatzaufgaben, aber irgendwann sagte er so: „Ich weiß nicht mehr, was ich mit dir machen soll…”

dK: War das auch der Lehrer, der die Leidenschaft für das Französische geschürt hat?

Fr.B.: Nein, das war eine ganz andere Entscheidung. Ich hatte einen Studienplatz für Pharmazie. Bio und Chemie waren auch Fächer, die mir extrem gelegen haben. Chemie noch mehr. Diese Fächer haben tatsächlich auch viel mit Kreativität zu tun. Das war zur Wendezeit… Während der Schulzeit bin ich bedrängt worden, Lehrer zu werden, was für mich aber nicht vorstellbar war. 

dK: Wie haben Sie dann die Entscheidung getroffen, Lehrer zu werden?

Fr.B: Das war in der Nachwendezeit, wo man sich die Frage gestellt hat, was man macht. Pharmazie hatte ich abgehakt und ich hatte eher das Verlangen, Sprachen zu studieren. Und so habe ich deshalb in Greifswald begonnen, Deutsch und Englisch zu studieren. Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass Englisch nicht mein Fach ist. Im zweiten Studienjahr bin ich angekommen bei Deutsch und Französisch, später habe ich noch Italienisch dazu genommen. […] Sofort nach dem ersten Staatsexamen bin ich vom Schulamt angefragt worden, ob ich nicht als Vertretungslehrer arbeiten könnte, weil ich ein Jahr in Frankreich gewesen bin. Französischlehrer waren damals schwer zu finden […]. An der französischen Schule hat es mir als Assistant de langue auch sehr viel Spaß gemacht, wodurch die Entscheidung, Lehrer zu werden, gereift ist. 

dK: Welche Erfahrungen haben Sie aus Frankreich mitgenommen oder was war sehr einprägsam?

Fr.B: Einprägsam war, dass der Unterrichtstag extrem durchstrukturiert ist für die Schüler. Obwohl sie wenig Freizeit haben, sind sie trotzdem mit ihrem Leben zufrieden. Dieser schulische Rahmen gibt vielen Sicherheit und Halt. In Frankreich hat Bildung einen ganz anderen Stellenwert. Vom Kindergarten bis Klasse zwölf wird sehr viel Geld in die Bildung investiert, was sich auch in der technischen Ausstattung niederschlägt. In Deutschland wird jetzt von Dingen geredet, die ich vor über 20 Jahren in Frankreich schon längst entdeckt hatte.

dK: Könnten Sie erzählen, was Sie durch das Sprachenlernen noch gelernt haben, natürlich außer die Sprache an sich?

Fr.B: Eine andere wichtige Aufgabe eines Fremdsprachenlehrers ist es, die Kultur des jeweiligen Landes zu vermitteln. Dazu eine Anekdote von einer Lehrerfortbildung: […] Ich war in einer Arbeitsgruppe mit einer jungen Chinesin, welche richtig gute Ideen hatte. Bei der Präsentation tauchte dann ihr älterer Kollege auf, welcher ein ganz schlechtes Französisch sprach und nicht unbedingt einen kompetenten Eindruck vermittelte. Die Frau aber hielt sich die ganze Zeit zurück, was mich sehr verwunderte. […] Wahrscheinlich zum einen, weil ein Mann etwas sagt, und zum anderen, weil Älterer etwas sagt. Kulturell ist es bei Asiaten üblich, zu allem zu nicken. […] Ergo in Asien: je tiefer die Verbeugung und je häufiger das Nicken, desto eher ist man geneigt, eine andere Person zu respektieren. Bei uns habe ich manchmal das Gefühl, dass der gegenseitige Respekt abhanden gekommen ist. Das fängt beim Grüßen auf dem Schulhof an, egal, ob das Schüler oder Kollegen sind […].

dK: Apropos Respektlosigkeit: Möchten Sie mir von Ihrer furchtbarsten Schulstunde erzählen?

Fr.B: Furchtbar war die nicht, aber im Nachhinein witzig. Nachdem ich mein erstes Staatsexamen an einem 11.11. um 11:00 Uhr abgelegt hatte, habe ich auch sofort die besagte Stelle an einem Gymnasium erhalten. Dort war ich Französischlehrer einer richtigen Rabaukenklasse. Ich hatte einen Schüler, der kam an, legte erst seine Beine auf den Stuhl des Nebenmannes, holte sich etwas zum Trinken heraus. Er fragte ständig mitten in der Stunde, ob er aufs Klo könne. […] Das hat mich irgendwann so sehr genervt, dass ich zu ihm gesagt habe: „Wenn du meinst, dass du es besser kannst, kannst du gerne hier vorne stehen.” Darauf hat er geantwortet: „Das mache ich.” Er hat sich dann auch super vorbereitet, ich mich aber auch. Ich habe dann sein Verhalten gespiegelt, indem ich die mitgebrachte Schokolade lauthals anbot. Irritierte Schülerblicke, dennoch nahmen sie dann zögerlich Schokolade. Des Weiteren holte ich etwas zum Trinken raus, und fing geräuschvoll an zu trinken, und zuguterletzt legte ich meine Füße auf den Tisch… Natürlich habe ich auch furchtbar übertreiben. […] Und die Klasse war vollkommen konsterniert, sie drehte sich immer wieder zu mir um, guckte dann nach vorne, und irgendwann meinte der Schüler, so könne er nicht arbeiten. Ich habe ihm beigepflichtet und von da an waren die Fronten geklärt.

dK: Er hat also daraus gelernt?

Fr.B: Nicht nur er, die ganze Klasse. Ich habe den Schülern freundlich erklärt, dass ich mit so einer Lautstärke auch wenig anfangen kann und dass ich daran interessiert bin, ihnen die Fremdsprache beizubringen.

dK: Behalten wir diese positive Attitüde gleich bei. Gibt es einen Moment mit ihren Schülern, den Sie als den schönsten beschreiben können?

Fr.B: Wenn ich ehemalige Schüler sehe, die auf einen zu kommen, muss ich meist erst überlegen, wer das gewesen ist, da ich Schülernamen relativ schnell vergesse. Aber interessant finde ich dann, wenn sie mir ganz stolz erzählen, was sie Tolles mit ihrem Französisch angestellt haben. So hatte ich zum Beispiel eine Schülerin, die wirklich in jedem Fach unkaputtbar war. Jedoch war sie in Französisch so gut, dass sie beim Bundesfremdsprachenwettbewerb für Französisch den zweiten und dritten Platz belegt hatte und deshalb ein Stipendium bekam. Diese Schülerin kam aus einer Familie, die auf Hartz IV angewiesen war und so traf es genau die richtige. […] So etwas sind natürlich Sternstunden. 

dK: Es ist bestimmt besonders toll, wenn man merkt, dass die Schüler etwas aus dem Unterricht mitgenommen haben oder später etwas mit Französisch angefangen haben?

Fr.B: Ja, das ist besonders schön. Aber das liegt nicht nur an mir, das müssen die Schüler ja auch selber wollen. Ich kann dafür höchstens den Grundstein legen. Und wenn sie etwas in ihrem Leben daraus machen, dann ist das für mich das Schönste. […]

dK: Nun sind wir auch schon bei meiner letzten Frage: Was mögen Sie besonders an Ihrem Beruf oder worauf könnten Sie gerne verzichten?

Fr.B: Verzichten kann ich auf die Korrektur. Aber was ich nicht vermissen möchte, ist der Kontakt zu den Schülern. […] Auch zu Schülern, die mit meiner unterrichteten Sprache gar nicht viel am Hut haben, aber sich plötzlich engagieren, weil sie etwas gefunden haben, was sie richtig gut bearbeiten können. Das habe ich bei einer Projektarbeit zum Wettbewerb „Tag der deutsch-französischen Freundschaft” erlebt. Es sollte eine Website erstellt werden, richtig mit Links und Hypertext, was damals noch schick und modern war. In der Klasse gab es einige richtig gute Französischschüler, die jedoch technisch eher mit zwei linken Händen und alles Daumen ausgestattet waren. Es gab jedoch auch pfiffige Jungs, die in Französisch die Note 3 und 4 hatten, die plötzlich sehr aktiv wurden […]. Wie man sieht, hatten diese Jungs ganz andere Stärken, die sie zum Gelingen des Projekts beitragen konnten. […] Und solche Tätigkeiten sollten auch im Fremdsprachenunterricht stärker honoriert werden. Fremdsprache ist nicht alles, man muss damit auch etwas anfangen können. […] Es wäre schön, wenn man da den vielbeschworenen Synergieeffekt stärker in irgendeiner Form nutzen könnte, gerade auch im schulischen Bereich. 

Es wäre schön, wenn man da den vielbeschworenen Synergieeffekt stärker in irgendeiner Form nutzen könnte, gerade auch im schulischen Bereich.

– Frau Bahls

Anmerkungen

Auf gendergerechte Schreibweise wurde bewusst verzichtet, da die wörtliche Rede von Frau Bahls wiedergegeben wurde.

Das Interview führte Hannah Krüger am 23.09.2020.