„Der Koboldt“ – Die Stimme der Schule

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Hinter den Kulissen der Online-Schülerzeitung

Es ist 13:45 Uhr, als es plötzlich im Raum ruhig wird. Essen und Getränke stehen noch auf den Tischen, die letzten Gespräche verstummen langsam. Eben wurde noch gelacht, jetzt beginnt die Arbeit.

An einem frühlingshaften Donnerstagnachmittag im März trifft sich die Schülerzeitungsredaktion. 25 Mitglieder sind dabei. Die Neunt- bis Zwölftklässler sitzen entspannt auf ihren Plätzen, erzählen noch, tauschen sich aus. Schon beim Betreten des Raumes merkt man: Die Stimmung ist locker, Gelächter liegt in der Luft.

Dann beginnt Frau Küntzel:
„Woran arbeitet ihr denn gerade?“

Mehrere Hände gehen nach oben. Begeistert berichten einige, dass aktuell besonders viele am Redaktionsbesuch von „Katapult“ arbeiten, einer geografischen und politischen Zeitung, die viele spannend finden. Nach einem kurzen Austausch geht es auch schon los. Tastaturen klacken, Stifte gleiten über Papier. Der Raum wird fast vollkommen still. Man spürt, dass hier konzentriert gearbeitet wird.

An der Tafel hängt das Maskottchen der Schülerzeitung, der sogenannte „Koboldt“. Ein kleines Wesen, entstanden aus den Wörtern „Humboldt“ und „Kobold“.

Verschiedene Illustrationen des Koboldts

„Den ‚Koboldt‘ gibt es seit vier beziehungsweise fünf Jahren“, erzählt Frau Küntzel. „2020 wurde er erfunden, 2021 erschien der erste Beitrag.“

Das frühere Wahlpflichtangebot „Journalistisches Schreiben“ wurde damals in „Koboldt“ umbenannt und als digitale Schülerzeitung weiterentwickelt. Das Maskottchen selbst stammt von einer ehemaligen Schülerin: Hannah Krüger.

Während Frau Küntzel erzählt, arbeiten die Schülerinnen und Schüler konzentriert weiter. Mit sichtbarem Stolz berichtet sie, dass ein ehemaliger Schüler beim „Koboldt“ seine Leidenschaft fürs Recherchieren und Schreiben entdeckt habe und nach dem Abitur sogar bei RTLund Sat.1 gearbeitet habe. Man merkt, dass hier echte Perspektiven entstehen.

Im Nebenraum sitzen weitere Redaktionsmitglieder an Laptops und iPads. Einige blicken nachdenklich aus dem Fenster, andere tippen fokussiert an ihren Texten. Zwischendurch wird leise diskutiert, Feedback gegeben, an Formulierungen gefeilt. Die Atmosphäre bleibt entspannt und gleichzeitig produktiv.

Als die siebte Stunde endet, ist auch unsere Interviewzeit vorbei. Die Redaktion aber arbeitet weiter bis zum Schluss.

Ein großes Ziel steht bereits fest: Das Team möchte auch in diesem Jahr wieder den ersten Platz in Mecklenburg-Vorpommern in der Kategorie „Online Schülerzeitungen – Gymnasien“ gewinnen. Die Konkurrenz ist stark, unter anderem das Jahn-Gymnasium mit seiner Zeitung „Diogenes“ Konkurrenz.

Bis dahin heißt es: schreiben, überarbeiten, verbessern. Und vielleicht ist für manche der Weg in den Journalismus hier schon der Anfang einer größeren Geschichte.

Reportage von Fabienne (Klasse 8)

Koboldt

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