Geschrieben von Kyra, Imke und Helene
Spenden sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft. Von Sachspenden, wie Kleidung oder Möbel, über Lebensmittel- und Geldspenden bis hin zum eigenen Blut. Auch nach dem eigenen Tod kann man noch spenden, nämlich seine Organe. Im ersten Teil dieses zweiteiligen Artikels geht es um die Blutspende und alles, was man darüber wissen muss.
Immer wieder gibt es Aufrufe zum Blutspenden. Grund dafür ist die Knappheit an Blutkonserven. Einige wollen helfen, wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen, oder haben Bedenken davor, weil sie nicht wissen, was dort passiert. Aber keine Sorge, dieser Artikel versucht, dich aufzuklären.
Warum ist Blutspenden eigentlich so wichtig? Wenn Menschen einen Unfall, eine Operation oder einfach Blutarmut haben, benötigen sie extra Blut von Spendern, da der Körper nicht so schnell große Mengen an Blut nachproduzieren kann. Dann kommen Blutkonserven von Spendern und Spenderinnen ins Spiel. Wenn diese aber knapp sind, kann es schnell kritisch werden. Einige Opfer überleben nur dank dieser Blutspenden. Deswegen werden viele Spenden benötigt. Anhand dieser Grafik kann man erkennen, welche Blutgruppe momentan am dringendsten gebraucht wird. Dieses Beispiel ist vom 28.08.2026.

Den aktuellen Stand findet ihr unter : Blut spenden und Leben retten | Blutspendedienst NSTOB

Die Knappheit an Blutkonserven liegt an der begrenzten Haltbarkeit der Spenden. Diese beträgt nämlich nur sechs Wochen. Der Bedarf der Kliniken und die Anzahl der geleisteten Spenden können strak schwanken. Außerdem sind die Blutgruppen unterschiedlich in der Bevölkerung verteilt, einige sind also seltener vertreten als andere. Durch saisonale Einflüsse oder unvorhergesehene Ereignisse, zum Beispiel große Katastrophen, kann sich der Bedarf rapide erhöhen.
Da Blut nicht künstlich hergestellt werden kann, ist es wichtig, dass man spenden geht. Momentan gehen in ganz Deutschland etwa 3% der Bevölkerung zum Spenden. Um den Bedarf zu decken, müsste die doppelte Menge an Menschen, also rund fünf Millionen, zum Spenden gehen. An einem Tag werden in Deutschland rund 14.000 bis 15.000 Konserven benötigt, wobei eine Konserve bis zu drei Patienten helfen kann.
Alle, die zwischen 18 und 64 Jahre alt sind, können spenden gehen. Frauen können jedoch nur 4 mal im Jahr zur Spende gehen, während Männer 6 mal gehen dürfen. Jedes Mal werden einem 500 ml Blut abgenommen, was ungefähr 10 Minuten dauert. Der eigentlich lange Teil beim Spenden, sind das Vorgespräch und die Ruhezeit nach dem Spenden. In dieser Zeit bekommt man etwas zu Trinken und zu Essen, damit man nach dem Blutverlust keine Kreislaufprobleme bekommt. Damit dauert der ganze Prozess circa eine Sunde.
Nachdem das Blut abgenommen wurde, wird es im Labor auf verschiedene Krankheiten, wie zum Beispiel HIV oder Hepatitis, getestet. Danach wird das Blut in seine einzelnen Bestandteile aufgeteilt. Eine Vollblutspende besteht zu rund 55% aus Blutplasma, zu rund 43% aus roten Blutkörperchen und zu rund 2% aus Blutplättchen und weißen Blutkörperchen. Letztere werden aus der Spende entfernt, da sie nicht weiter verwendet werden können. Aus Blutplasma werden, unter anderem, Arzneimittel hergestellt. Die Blutplättchen werden vor allem in der Krebsbehandlung eingesetzt. Für Unfallopfer sind vor allem die roten Blutkörperchen wichtig.
Falls du dich zum Thema Blutspenden erst noch einmal von Profis beraten lassen willst, kannst du in ein Blutspende-Zentrum in deiner Nähe gehen, auch gerne mit deinen Freunden und Freundinnen, und dich von den Mitarbeitern oder Mitarbeiterinnen persönlich beraten lassen. Wo die Blutspendezentren sind, kannst du ganz einfach auf Google Maps nachschauen (blutspende möglichkeiten – Google Maps).
Der zweite Teil kommt nächste Woche raus.
Quellen:
Blut spenden und Leben retten | Blutspendedienst NSTOB
Blutkonserven in Vorpommern werden knapp | ndr.de
Blutspenden: Das müssen Sie wissen | ndr.de
https://www.blutspenden.de/blut-und-plasmaspende/was-passiert-mit-der-spende/vollblutspende
