Porno und Folter

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Musik begegnet uns überall im Leben aber ständig nur den Rotz aus dem Radio zu hören ist doch langweilig. Ich befasse mich daher mit dem Underground der „Schwarzen Szene“ und all ihren Subgenres. Zuerst das Extrem, der Goregrind.

Räuber Kotzinfotz, Deine Mudda oder Gaffen um im Weg zu stehen hören sich nicht für viele gleich nach Musiktiteln an. Jedoch zählen diese Werke von Cebreral Enema zur Gattung des Grindcore. Kennt ihr nicht?! Grindcore hat seine Wurzeln im Hardcore Punk und stammt aus den frühen 80ern in England und den Staaten. Was erst durch den Punkeinfluss sozialkritisch war ging später zu Splatter und Pornos über. Zuerst gab es wenig Veröffentlichungen, immer dabei: Schlagzeug, E-Gitarre und E-Bass. So auch bei Napalm Death. Die Gründungsväter rund um Schlagzeuger Mick Harris brachten Grind ihre Definition. Nachdem die Band aus Birmingham ihr Album Scum veröffentlichte, feierte der zermalmende Sound seinen ersten Siegeszug. Der der Undrgroundszene nahliegende Death Metal hinterließ schnell seine Spuren. Bolt Thrower beispielsweise begann mit Grindcore um dann den Weg in den „ruhigen“ Death Metal zu gehen. Dieser wurde kommerziell einfach erfolgreicher, weshalb viele Massaker dieses Genre wählten. Ende der 90er entstanden aber auch im Grindcore neue Musikgruppen. Nasum, Nosebleed und Pig Destroyer setzten dabei erstmals auf schräge Bühnenoutfits als Stilmittel. In Deutschland entstand derweil der Porngrind. Gut und Dead brachten Texte über alles Obskure im Thema Sex. Anal Cunt brachte eine vorher unbekannte Schnelligkeit in die Szene, inklusive Drum-Computer als Bassblast. Da der Gesang aus Screaming und Shouting besteht, wird der Text oft Vernachlässigt. Den Schockeffekt gibt es dann auch durch Artworks auf Covern oder Kleidung. Auch die setzen natürlich auf Splatter, Schwarzen Humor und Tabuthemen, meist sogar in Kombination. Häufig schaltete sich dabei die Polizei ein. Wie auch im Death Metal wurden manche künstlerische Werke und sogar ganze Alben in Deutschland verboten. Groß ist der Unmut darüber in der Szene nicht, denn jeder im Underground kennt oder hat die Alben Butcherd at Burth oder Tomb of the Mutaleted. Oft durch Kauf im Ausland. Laut Anhängern rollt grade eine neue Welle der Begeisterung für den Grindcore los. Neue Bands sprießen aus dem Boden und dank Internet erreicht man neue Fans. Meiner Meinung nach lebt die Szene aber von Live- Auftritten, umso besser, dass man wieder miteinander vor den Bühnen hüpfen kann. Auch Ich habe mir alle Veranstaltungen für MV rausgesucht und freue mich auf beispielsweise Delight to Divide, WOJCZECH oder Sign of the Wicked, welche alle diese Jahr noch ins Klex kommen. Sehnsuchtsort für alle Anhänger bleibt aber das Obscene Extreme Festival in Tschechien.

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