Nächster Schritt in der Energiewende

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Am Donnerstag den 15.09.22 wurde Deutschlands größte Solarthermieanlage in Greifswald in Betrieb genommen. Diese ist ein weiterer Schritt in Richtung Klimaneutralität und aus der Abhängigkeit von russischem Gas. Auch die Bürger soll dies mittelfristig entlasten.

Was sind Solarthermieanlagen überhaupt?

Solarthermieanlagen wandeln Sonnenlicht in Wärme um und speichern den Überschuss auch. Sie sind also erneuerbare Energieträger. Dies hat zwei Vorteile: Sie sind umweltfreundlicher als fossile Brennstoffe wie Gas oder Kohle und sind im Gegensatz zu diesen auch nicht endlich.

Solarthermieanlagen werden auch von privaten Haushalten genutzt, reichen aber meist als alleinige Heizmittel nicht aus.

„Leuchtturmprojekt für klimafreundliche Energieversorgung“

Die Solarthermieanlage in Greifswald erstreckt sich über vier Hektar und soll genug Energie in das Fernwärmenetz Greifswalds einspeisen um 800 bis 1000 Haushalte zu versorgen. An Sommertagen soll sie sogar den gesamten Energiebedarf Greifswalds decken. Das macht sie zur größten Solarthermieanlage Deutschlands. Ministerpräsidentin Schwesig bezeichnete sie als: „Leuchtturmprojekt für klimafreundliche Energieversorgung“. Dies ist verständlich, da das 9 Millionen Euro schwere Vorhaben ein wichtiger Schritt zur Klimaneutralität darstellt, die Greifswald und Mecklenburg-Vorpommern 2035 erreichen wollen.

In Deutschland sind momentan nur rund 50 Solarthermieanlagen in Betrieb, obwohl die Solarthermie laut einer BSW-Sprecherin ein realistisches Potenzial von 100 Terrawattstunden habe. Dies entspricht dem jährlichen Warmwasserbedarf aller deutscher Haushalte. Vor allem langwierige Genehmigungsprozesse und die Verfügbarkeit von geeigneten Flächen stellen Hindernisse dar.

Fernwärmepreise sollen wieder sinken.

Kurzfristig soll die Anlage die Fernwärmepreise wohl nur wenig abfedern. Diese haben sich in Greifswald aufgrund des Ukrainekriegs verdoppelt. Mittel- bis langfristig könnte es aber laut Experten zur Senkung kommen.

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