Billion: „Die Welt ergibt sich zerstört, doch durch Fleiß und Empathie werden Wünsche erhört…“

Vom Klassenzimmer auf die Bühne – wir, aus der 9R, berichten von unseren Erfahrungen, gemeinsam ein Theaterstück zu entwickeln. Heute gibt es den letzten Teil unserer Serie.

… Das sind die ersten Sätze unseres Theaterstückes „Billion“.
In diesem Blogbeitrag wollen wir das offizielle Material sammeln, das wir zur Vorankündigung erstellt haben. Alles, was ihr auf der Bühne gesehen habt, sei es das Video der Fabrikvorstellung, die Requisiten oder unsere Texte, sind von uns. Auch die Ankündigungstexte oder das Theaterplakat stammen aus unserer Feder oder sind unsere Ideen. Es war eine Menge Arbeit, die sich aber gelohnt hat. Durch die Corona-Ampel konnten wir unser Stück sogar DREIMAL aufführen!
Wer kann nun beantworten, welche wichtige Rolle die Farbe gelb in unserem Stück spielte?
*Das Beitragsbild dieses Artikels war die Ankündigung auf dem Koboldt-Instagram-Account.

Billion 

Ein Theaterprojekt der 9R des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums Greifswald

No-Future-Stimmung und keine Aussicht auf Besserung, das ist der Alltag der frustrierten Dorfjugend. 
Die Erwachsenen sind weit ab in ihrer eigenen Welt und nehmen die Interessen ihrer Kinder gar nicht wahr.
Doch dann kommt Hoffnung auf, als ein milliardenschwerer Investor das Potential des Dorfes sieht und in zukunftsweisende nachhaltige Technologie am neuen Standort investieren will. Es herrscht Aufbruchsstimmung und Euphorie. Endlich kann aus dem kleinen Kaff etwas werden. 
Bei näherer Betrachtung werden einige der Jugendlichen stutzig. Sind die Pläne wirklich so heilbringend wie sie klingen? Wieviel Natur muss dem Umweltprojekt zum Opfer fallen? Aber andererseits könnten neue Technologien den Klimawandel stark eindämmen?
Das letzte große Fragezeichen kommt bei der Grundbedingung des Investors. Er fordert ein Opfer. Dabei denkt er nicht an den Wald oder die paar Bauernhöfe, die abgerissen werden müssen. Er will Bill.

Die Klasse 9R holt Friedrich Dürrenmatts „Besuch der alten Dame“ ins Jahr 2022. Sie verknüpft aktuelle Themen mit ihren ganz eigenen Fragen. Heraus kommt dabei ein spannender Thriller, der sich um existentielle Fragen dreht.

Es ist also eine moralische Angelegenheit: Welche Entscheidung ist besser für das Dorf?
Das Trolley-Problem, das bekannte Gedankenrätsel, kann man gut mit unserem Stück vergleichen.
Die Bewohner von Jauchen müssen die Entscheidung treffen, ob sie ihre moralischen Hemmungen überwinden, um der Kleinstadt wirtschaftlich weiterzuhelfen oder die moralisch scheinbar bessere Entscheidung zu treffen, aber dafür weiterhin in Armut zu leben.

Vorderseite Theaterplakat, erstellt mit Canva, Klasse 9R
Programmheft (1)
Programmheft (2)

Hier noch ein Einblick in die finale Produktion:

Und zum Abschluss ein Song, der uns immer an die dramatischste Szene des Stückes erinnern soll: Emotional Landscapes von Björk.

Fine, Klasse 9

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