Billion – the Beginning

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Vom Klassenzimmer auf die Bühne – wir, aus der 9R berichten von unseren Erfahrungen. Heute gibt Teil 1 unserer Serie.

Wie stellt man sich eine Klassenfahrt vor? Genau mit den Koffern an der Schule warten, bis der Bus da ist, einsteigen, sich so lange langweilen, bis man irgendwann ankommt und die Lehrer:innen komplett entnervt sind. Bei uns war nur der Anfang so, mit den Koffern warten, allerdings nicht auf den Bus, sondern auf die netten Eltern, welche mit dem Gepäck schon mal vorgefahren sind, aber was fehlt natürlich noch? Genau richtig, Coronatests im Stehen und dann konnten wir uns auch leider nicht einfach in den Bus setzten, sondern sind mit dem Fahrrad über 21km, durch Dörfer und Wälder, über Feldwege, Straßen und an der Landstraße entlangfahren. Aber natürlich ging dabei etwas schief, ein Zusammenstoß mit einer Hecke und kurz vor dem Ziel eine Kollision in einer Kurve, welche so schlimm war, dass sogar eine Person die restliche Strecke mit dem Auto gebracht werden musste, aber danach waren wir endlich da.

Vom 20.9 -24.09 nahmen wir die Gastfreundschaft vom Schullandheim Sassen in Anspruch und entwickelten dort nach und nach immer weiter die Umrisse unseres Theaterstückes, auch wenn es einem persönlich nicht so vorkam, wurde hier der Grundstein für unser späteres Stück “Billion” gelegt. Neben Essen, Schlafen und Freizeit, die wir vor allem abends hatten, in der die Klasse oft etwas gemeinsam machte, z. B. ein Abend am Lagerfeuer, gemeinsam einen Film gucken oder Spiele spielen und so immer weiter zusammenwuchs, mussten wir natürlich auch selbst „arbeiten“.

So mussten wir z. B. Theaterübungen machen, die unter anderem schon zur Vorbereitung auf die Bühne dienten, wie das Training der Stimme, das Improvisieren, selbstbewusstes und sicheres Auftreten auf der Bühne und auch unsere Körperhaltung, zu lernen, wie man mit Mimik und Gestik glaubwürdig rüberbringt, natürlich auch Sprechtraining und noch vieles mehr. Neben diesen Übungen wurde auch viel diskutiert und geredet.

Wir mussten die Entscheidung treffen, welches Stück die Vorlage für unser eigenes sein sollte und das war nicht so einfach, da es vor allem bei der finalen Entscheidung zwischen „Sherwood“ und „Dem Besuch der alten Dame“ große Meinungsverschiedenheiten gab, weil die eine Hälfte der Klasse für „Sherwood“ und die andere für „Besuch der alten Dame“ stimmte, welche auch lautstark diskutiert worden. Schlussendlich entschieden wir uns dann für “Den Besuch der alten Dame” als klassische Vorlage.

Im weiteren Verlauf haben wir dann das ursprüngliche Stück von Friedrich Dürrenmatt gelesen und daraus den Grundriss und die verschiedenen Parteien neu entwickelt, die ihr auf der Bühne als Geldgeile, Umweltschützer, Forscher, Hofkinder, Gleichgültige und in den verschiedenen Erwachsenenrollen gesehen habt. Nach und nach entstand so ein Stück, wir wurden unseren Parteien zugeteilt und am Donnerstag, dem 23.09, war dann das grobe Konzept, also die grobe Handlung fertig.

Und dann ging es auch schon weiter, mit vielen neuen Ideen und dem Grundriss eines Stückes, welches irgendwann einmal auf der Bühne landen sollte, wieder zurück nach Greifswald. Abschließend kann man sagen, dass diese Theaterfahrt wie alles im Leben ihre Tiefen aber vor allem ihre Höhen hatte, ob das nun das Zusammenwachsen der Klasse, die produktive Zeit oder eine ganz neu entdeckte Seite von einem selbst war, wir alle haben auf jeden Fall eine Menge aus dieser Zeit mitgenommen.

Fridtjof, Klasse 9

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